12 Haziran 2012 Salı

Einleitung

Die evolutionistische historische Perspektive betrachtet die Geschichte der Menschheit unter Berücksichtigung verschiedener Zeitalter, wie sie es auch bei der angeblichen Evolution des Menschen tut. Fiktive Begriffe wie Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit sind wichtige Elemente evolutionistischer Chronologie. Da dieses Bild in Schulen, im Fernsehen und in Zeitungen vermittelt wird, akzeptieren es die meisten Menschen fraglos, und sie stellen sich vor, daß es einmal eine Zeit gegeben hat, in der ausschließlich primitive Steinwerkzeuge benutzt wurden und Technologie unbekannt war.

Die Steinzeit hat es nie gegeben
In dem Zeitalter, das von Evolutionisten als “Steinzeit” verunglimpft wird, beteten die Menschen, hörten die von den zu ihnen geschickten Gesandten gepredigten Botschaften, bauten Häuser, kochten in ihren Küchen, plauderten mit ihren Familien, besuchten ihre Nachbarn, hatten maßgeschneiderte Kleidung, wurden von Ärzten behandelt, hatten Interesse an Musik, malten, praktizierten die Kunst der Bildhauerei – kurz, sie lebten ein ganz normales Leben. Wie archäologische Funde zeigen, hat es im Verlauf der Geschichte Veränderungen der Technologie und des angesammelten Wissen gegeben. Aber die Menschen haben immer als Menschen gelebt.
Gefäße, ein Tisch und ein Löffel, deren Alter auf die Zeit zwischen 7000 und 11000 v.Chr. zurückgehen, liefern wichtige Informationen über den Lebensstandard der Menschen jener Zeit. Den Evolutionisten zufolge hatten die Menschen jener Zeit gerade erst ihr Nomadendasein aufgegeben und waren dabei, zivilisiert zu werden. Doch diese Materialien zeigen, dass es den Menschen jener Kultur an nichts gefehlt hat, sondern dass sie eine vollständig zivilisierte Existenz führten. Wie wir heute saßen sie an Tischen, aßen von Tellern, benutzten Messer, Löffel und Gabeln, bewirteten ihre Gäste, boten ihnen Erfrischungen an. Betrachtet man die Funde in ihrer Gesamtheit, so erkennt man, dass diese neolithischen Menschen mit ihrem Kunstverständnis, ihren medizinischen Kenntnissen und technischen Mitteln ein ganz normales Leben führten, genau wie die Menschen vor und nach ihnen.
12000 Jahre alte Perlen
Archäologen zufolge wurden diese ca. 12000 Jahre alten Steine als Perlen benutzt. Die perfekten, regelmäßigen Löcher in diesen harten Steinen sind besonders bemerkenswert, denn es müssen Werkzeuge aus Stahl oder Eisen verwendet worden sein, um sie zu bohren.
Ein 12000 Jahre alter Knopf
Diese Knöpfe aus Knochen, in Gebrauch gewesen etwa 10000 v.Chr., zeigen, dass die Menschen jener Zeit Kleidung mit Verschlüssen besaßen. Eine Gesellschaft, die Knöpfe benutzt, muss auch das Weben, Nähen und Schneidern gekannt haben.
Die Flöten in diesem Bild sind etwa 95000 Jahre alt. Menschen, die Zehtausende Jahre vor uns lebten, besaßen ein Empfinden für musikalische Kultur.
Eine 12000 Jahre alte Kupferahle

Oben: Diese Kupferahle aus der Zeit um 10000 v.Chr. ist der Beweis, dass Metalle bekannt waren und verarbeitet wurden in der fraglichen Zeit. Kupfererz findet sich in alten, harten Felsen in Pulver- oder kristalliner Form, auch “natürliches Kupfer” genannt. Eine Gesellschaft, die Kupfer verwendet, muss zunächst einmal in der Lage sein, es in Pulverform in diesen Felsen zu identifizieren. Dann muss eine Mine angelegt werden, um das Kupfer zu extrahieren und es an die Oberfläche zu schaffen. Das zeigt, dass die Menschen nicht bis kurzem noch primitiv waren, wie die Evolutionisten behaupten.
9000 bis 10000 Jahre alte Nadeln und eine Ahle
Oben: Diese Nadeln und die Ahle, 9000 bis 10000 Jahre alt, sind ein wichtiger Beweis für das kulturelle Leben der Menschen jener Zeit. Wer Ahlen und Nadeln benutzt, führt ein menschliches Leben und keine tierische Existenz, wie die Evolutionisten behaupten.

Untersucht man jedoch die archäologischen Funde und die wissenschaftlichen Fakten, so ergibt sich ein ganz anderes Bild. Die Spuren und Artefakte, die bis in die heutige Zeit erhalten geblieben sind – die Werkzeuge, Nadeln, Flötenfragmente, Schmuckstücke und Dekorationen – zeigen, daß die Menschen sozial und kulturell in allen Zeiten der Geschichte ein zivilisiertes Leben geführt haben.
Vor Hunderttausenden Jahren lebten die Menschen in Häusern, betrieben Landwirtschaft, tauschten Güter aus, produzierten Textilien, aßen, besuchten Verwandte, waren interessiert an Musik, malten Bilder, behandelten ihre Kranken, verrichteten ihre Gottesdienste, kurz, sie lebten ein normales Leben, wie wir es heute tun.
Menschen, die auf die von Gott gesandten Propheten hörten, begannen, an Ihn zu glauben, den Einzigen und Einzigartigen, während die anderen Götzen anbeteten. Menschen, die an Gott glaubten, folgten den moralischen Werten, die Er befohlen hatte, während andere sich abergläubischen Praktiken und abnormen Riten zuwandten. Zu allen Zeiten, genau wie heute, gab es Menschen, die an die Existenz Gottes glaubten und Heiden und Atheisten.
Natürlich gab es in der Geschichte immer Menschen, die unter einfacheren, primitiveren Bedingungen lebten, genau wie es Gesellschaften gab, die ein zivilisiertes Leben führten. Doch es beweist keinesfalls die sogenannte Evolution der Geschichte, daß ein Teil der Menschheit Raumfähren in den Weltraum schickt, während ein anderer Teil nicht einmal über elektrischen Strom verfügt. Es bedeutet weder, daß die, die Spaceshuttles bauen, geistig oder körperlich besser entwickelt sind – etwa schneller auf dem imaginären Weg der Evolution vorangekommen sind und sich kulturell besser entwickelt haben – noch daß die anderen dem fiktiven Affenmenschen näher stehen. Es weist lediglich auf Unterschiede in Kultur und Zivilisation hin.
Evolutionisten können archäologische Entdeckungen nicht erklären


Dieses Werkzeug aus Obsidian – einem dunklen, glasartigen Gestein – stammt aus der Zeit um 10,000 v.Chr. Es ist unmöglich, Obsidian in Form zu bringen, indem man mit einem Stein darauf schlägt.

Schaut man sich die evolutionistische Version der Geschichte der Menschheit an, stößt man auf detaillierte Darstellungen, wie der angeblich primitive Vorfahr des Menschen seinen Tag verbrachte. Wenn man sich von diesen auf den ersten Blick überzeugenden, jedoch mit wenig Sachkenntnis angefertigten Darstellungen beeindrucken läßt, ist man geneigt, anzunehmen, diese “Rekonstruktionen” basierten auf wissenschaftlichen Beweisen. Evolutionistische Wissenschaftler kommen zu detaillierten Beschreibungen, als seien sie vor Tausenden Jahren selbst dabei gewesen und hätten die Möglichkeit gehabt, die Szenerie zu beobachten. Sie sagen, als unsere angeblichen Vorfahren – nun da sie gelernt hatten, auf zwei Beinen zu stehen und infolgedessen mit ihren Händen nichts mehr zu tun hatten – begonnen hätten, Steinwerkzeuge herzustellen, und über eine sehr lange Zeit keine anderen Geräte benutzt hätten, als solche aus Stein und Holz. Sehr viel später hätten sie begonnen, Eisen, Kupfer und Messing zu verwenden. Doch solche Vorstellungen basieren auf Fehlinterpretationen archäologischer Funde unter dem verengten Blickwinkel evolutionistischer Vorurteile, und nicht auf wissenschaftlichen Beweisen.
In seinem Buch Archaeology: A Very Short Introduction (Archäologie: Eine sehr kurze Einführung) sagt der Archäologe Paul Bahn, das Szenarium der Evolution der Menschheit sei nichts als ein Märchen, und er fügt hinzu, vieles in der Wissenschaft basiere auf solchen Märchen. Er betont, er gebrauche das Wort “Märchen” in einem positiven Sinn, gleichwohl seien es Märchen. Dann fordert er seine Leser auf, die traditionellen Merkmale der sogenannten menschlichen Evolution zu betrachten: Kochen, Lagerfeuer, dunkle Höhlen, Riten, Herstellung von Werkzeugen, älter werden, Kampf und Tod. Wie viele dieser Vermutungen basieren auf Knochen und tatsächlich vorhandenen Überresten, und wie viele basieren auf literarische Kriterien?
Bahn zögert, die von ihm gestellte Frage offen zu beantworten: insbesondere, daß die angenommene Evolution des Menschen auf ’’literarischen’’ Kriterien anstatt auf wissenschaftlichen Kriterien beruht.


Löffel beweisen, dass die Menschen jener Zeit Tischmanieren hatten. Das ist ein weiterer Beweis, dass sie kein primitives Leben führten, wie die Evolutionisten behaupten.

In der Tat gibt es sehr viele unbeantwortete Fragen und logische Inkonsistenzen in solchen Berichten, die jemandem, der evolutionistisch dogmatisch denkt, nicht auffallen werden. Evolutionisten reden von der Steinzeit, können aber nicht erklären, wie Geräte aus jener Zeit hergestellt und geformt wurden. Auch können sie nicht erklären, wie Insekten dazu kamen, zu fliegen, auch wenn sie behaupten, Sauriern seien Flügel gewachsen und hätten zu fliegen begonnen bei dem Versuch, sie zu fangen. Sie ziehen es vor, die gesamte Frage zu vergessen und wollen, daß andere dies auch tun.
Doch Stein zu schneiden und zu formen ist keine leichte Aufgabe. Es ist unmöglich, rasiermesserscharfe und ausgezeichnete Werkzeuge herzustellen, indem man einen Stein an einem anderen schabt. Man kann harten Stein wie Granit oder Basalt nur mit Stahlfeilen, Drehbänken und Hobeln bearbeiten, ohne daß er auseinanderfällt. Genau so offensichtlich ist, daß Armbänder, Ohrringe und Halsbänder, die zehntausende Jahre alt sind, nicht mit Steinwerkzeugen gefertigt worden sein können. Die kleinen Löcher in diesen Objekten können nicht mit Hilfe von Steinen angebracht werden, und auch deren Verzierungen können nicht durch schaben angebracht worden sein. Die Perfektion dieser fraglichen Objekte zeigt, daß andere Werkzeuge, hergestellt aus hartem Metall, verwendet worden sein müssen.
Viele Archäologen und Wissenschaftler haben Tests durchgeführt, um herauszufinden, ob solche urzeitlichen Artefakte unter den von den Evolutionisten angenommenen Bedingungen hatten hergestellt werden können. Professor Klaus Schmidt führte ein solches Experiment im Zusammenhang mit den Felsblöcken in Göbekli Tepe in der Türkei durch, die über 11000 Jahre alt sind. Er gab Arbeitern Steinwerkzeuge in die Hand, wie sie nach Behauptungen der Evolutionisten zu jener Zeit verwendet wurden und ließ sie ähnliche Gravuren an ähnlichen Felsen erstellen. Nach zwei Stunden war alles, was die Arbeiter zustande gebracht hatten, eine undeutliche Linie.
Sie können zuhause ein ähnliches Experiment durchführen. Nehmen Sie ein Stück harten Steins wie Granit und versuchen Sie, daraus eine Speerspitze der Art zu machen, wie sie die Menschen verwendet haben, die vor 100000 Jahren lebten. Sie dürfen jedoch nichts anderes verwenden als das Stück Granit und einen Stein. Wie erfolgreich glauben Sie, werden Sie sein? Können Sie ein Stück herstellen mit der gleichen Schlankheit, Symmetrie und glatten Oberfläche wie diejenigen, die man in den historischen Schichten fand? Gehen wir noch einen Schritt weiter und nehmen ein Stück Granit mit dem Maß eines Quadratmeters und versuchen Sie, darauf das Bild eines Tieres zu gravieren, so daß der Eindruck räumlicher Tiefe entsteht. Welches Ergebnis könnten Sie produzieren, wenn Sie diesen Felsen mit einem anderen Stück harten Steins schleifen? Es ist ganz klar, ohne Werkzeuge aus Stahl und Eisen können Sie weder eine simple Speerspitze, noch weniger ein eindrucksvolles Steinrelief herstellen.

BETRUG DER SOGENANNTEN POLIERTEN STEINE
Archäologische Funde haben die beeindruckendsten Steinarbeiten zutage gefördert. Damit ein Stein eine regelmäßige Form bekommen kann, sind grundsätzlich solide Stahlwerkzeuge notwendig. Man kann keine filigranen Designs herstellen, indem man an Steinen herum schabt oder sie gegeneinander reibt. Um harte Steine wie Granit zu schneiden und Muster auf deren Oberfläche anzubringen, braucht man außerdem eine technische Infrastruktur.
Das linke Armband oben im Bild ist aus Marmor, das rechte aus Basalt. Sie sind zwischen 10500 und 11000 Jahre alt. Evolutionisten behaupten, in dieser Zeit seien ausschließlich Steinwerkzeuge in Gebrauch gewesen. Doch Basalt und Marmor sind extrem harte Materialien. Damit sie geformt werden können, sind Ketten, Stahlklingen und andere Ausrüstung notwendig. Sie können nicht ohne Stahlwerkzeuge geschnitten und in Form gebracht worden sein. Wenn Sie irgend jemandem einen Stein geben und ihn bitten, damit ein Stück Basalt zu einem Armband wie das in dem Bild zu formen, wie erfolgreich wird er wohl sein? Einen Stein an einen anderen zu reiben oder sie gegeneinander zu schlagen kann selbstverständlich kein Armband hervorbringen. Mehr noch, diese Artefakte bezeugen, dass die Menschen, die sie hergestellt haben, zivilisierte Individuen waren, mit einem Sinn für Ästethik und Schönheit.
Die Illustrationen zeigen handgefertigte Werkzeuge aus Obsidian und Knochen, Haken und verschiedene Objekte aus Stein. Ohne Zweifel kann man keine solch regelmäßigen Formen erzeugen, wenn man mit einem Stein auf Rohmaterial schlägt. Grobe Schläge würden den Knochen brechen, er würde nicht die gewünschte Form annehmen. Genauso ist klar, dass man keine scharfen Kanten und Spitzen erzeugen kann, auch nicht mit Werkzeugen aus härtestem Gestein wie Granit und Basalt. Diese Steine sind regelmäßig geschnitten, als hätte man eine Frucht geschnitten. Ihr Strahlen stammt nicht daher, dass sie poliert worden wären, wie die Evolutionisten behaupten, sondern von der Formgebung selbst. Wer diese Gegenstände fabriziert hat, muss Gerätschaften aus Eisen oder Stahl gehabt haben, damit er ihnen die gewünschte Form geben konnte. Harter Stein kann nur derart exakt geschnitten werden, wenn man ein noch härteres Material wie Stahl benutzt.




Diese Steingravur ist 11000 Jahre alt, stammt also aus einer Zeit, als Evolutionisten zufolge nur grobe Steinwerkzeuge in Gebrauch waren. Doch eine solche Arbeit kann nicht durch Gegeneinanderreiben von Steinen entstehen. Evolutionisten können keine rationale, logische Erklärung für solche so akkurat gefertigten Reliefs anbieten. Intelligente Menschen, die Eisen- oder Stahlwerkzeuge benutzt haben, müssen diese und ähnliche Arbeiten angefertigt haben.

Stein zu schneiden und zu gravieren erfordern ganz bestimmte Fachkenntnisse. Die notwendige Technologie ist wesentlich für die Herstellung von Feilen, Drehbänken und anderen Werkzeugen. Das zeigt, daß zu der Zeit, als diese Objekte hergestellt wurden, die “primitive” Technologie weit fortgeschritten war. Anders ausgedrückt, die evolutionistischen Behauptungen, nur einfache Steinwerkzeuge seien zu jener Zeit bekannt gewesen und es habe keine Technologie gegeben, sind frei erfunden. Eine solche Steinzeit hat nie existiert.


Damit diese 550000 Jahre alte Steinaxt so akkurat hergestellt werden konnte, müssen andere Werkzeuge aus noch härterem Material wie Eisen oder Stahl verwendet worden sein.

Es ist jedoch vollständig plausibel, daß alle Stahl und Eisenwerkzeuge, die zum schneiden und formen des Gesteins verwendet wurden, heute verschwunden sind. In einer natürlichen, feuchten Umgebung werden alle Metallwerkzeuge oxidieren und später verschwinden. Alles was übrig bleibt sind Splitter und Fragmente der Steine, die bearbeitet wurden, die wesentlich länger brauchen, bevor sie verschwinden. Doch diese Fragmente zu untersuchen und dann nahezulegen, die Menschen jener Zeit hätten nur Steine benutzt, ist keine wissenschaftliche Argumentation.
Tatsächlich geben sehr viele Evolutionisten heute zu, daß die archäologischen Funde den Darwinismus überhaupt nicht stützen. Richard Leakey, ein evolutionistischer Archäologe, gestand ein, es sei unmöglich, die archäologischen Funde, insbesondere Steinwerkzeuge, in Begriffen der Evolutionstheorie zu erklären:
Tatsächlich haben Archäologen konkrete Beweise für die Mangelhaftigkeit der Darwin’schen Hypothese gefunden. Hätte Darwin recht, müßten wir erwarten können, daß die Steigerung der Hirnkapazität, Bipedalität und Technologie sich im Fossilienbestand niedergeschlagen haben müßten. Dem ist aber nicht so. Ein einziger Aspekt der prähistorischen Zeit reicht aus, zu zeigen, daß die Hypothese falsch ist: Der Bestand an Steinwerkzeugen. 1


1 Steinintarsien aus der Zeit um 10000 v.Chr..
2 Stößel aus dem Jahr 11000 v.Chr.
3 Obsidianwerkzeug aus dem Jahr 10000 v.Chr.
4 Steinobjekte aus dem Jahr 11000 v.Chr.
5 Steinarbeiten aus der Zeit zwischen
9.000 und 10.000 v.Chr., mit Spuren von Malachitintarsien
6 Nagelähnliche, gesockelte Stein-Einlegearbeit, aus der Zeit um 10000 v.Chr.
7 Hammer aus dem Jahr 10000 v.Chr.

Zivilisationen erleiden Rückschritte und schreiten voran

Der Darwinismus behauptet, der Mensch – und somit seine Kultur – habe sich aus einem primitiven, unterentwickelten Stadium zur Zivilisation entwickelt. Archäologische Funde zeigen jedoch, daß es seit den ersten Tagen der Geschichte der Menschheit Perioden mit Gesellschaften gegeben hat, die sehr fortgeschrittene Kulturen hatten, und zwar gleichzeitig mit anderen Kulturen, die weniger weit fortgeschritten waren. Tatsächlich haben fast immer sehr reiche Kulturen zur selben Zeit existiert wie zurückgebliebene. Im Verlauf der Geschichte hatten die meisten Gesellschaften derselben Periode ganz unterschiedliche Niveaus an Technologie und Zivilisation, mit sehr großen soziologischen und kulturellen Unterschieden – genau wie heute.

21. Jahrhundert – Kolumbien
Ein Papua in Australien
Selbst im 21. Jahrhundert frönen manche Gesellschaften noch dem Aberglauben. Sie beten zu falschen Göttern, die ihnen weder schaden noch nutzen können. Hier sehen wir einen Häuptling der Arhuaco Indianer bei einem Ritual, nachdem sie angegriffen worden waren. Der Häuptling sagt, sie riefen die alten Geister der Natur zu Hilfe, um den Berg zu beruhigen. (Stephen Ferry, “Keepers of the World” (Bewahrer der Welt), National Geographic, Oktober 2004)
21. Jahrhundert – Miami, USA
In einem Teil der Welt leben die Menschen in primitiver Umgebung, während sie im anderen Teil in komfortablen Wolkenkratzern leben und mit dem Flugzeug und auf luxuriösen Kreuzfahrtschiffen reisen. Im Gegensatz zu den Behauptungen der Evolutionisten haben “primitive” und fortgeschrittene Gesellschaften immer gleichzeitig existiert, wie noch heute.

Zum Beispiel ist der nordamerikanische Kontinent heute in Medizin, Wissenschaft, Architektur und Technologie sehr weit fortgeschritten, doch gibt es in Südamerika Gemeinschaften, die technologisch äußerst rückständig sind, ohne Verbindung zur Außenwelt. In vielen Teilen der Welt werden Krankheiten mit Hilfe modernster Imaging-Techniken diagnostiziert und in modernen Krankenhäusern behandelt. In anderen Teilen der Welt glaubt man immer noch, Krankheiten entwickelten sich unter dem Einfluß böser Geister, und man versucht die Heilung der Kranken vermittels Zeremonien, die diese Geister austreiben sollen. Die alten Völker am Indus, die Ägypter und Sumerer besaßen um 3000 v.Chr. Kulturen, die in jeder Hinsicht reicher waren, als die der heutigen Stämme, sogar reicher, als die Kultur fortgeschrittenerer Gesellschaften. Das bedeutet, daß zu allen Zeiten der Geschichte hochentwickelte Zivilisationen zur selben Zeit wie zurückgebliebene Zivilisationen gelebt haben. Tatsächlich kann eine Gesellschaft, die vor Tausenden Jahren gelebt hat, weit fortgeschrittener gewesen sein, als eine des 21. Jahrhunderts. Das zeigt, daß es keine Entwicklung vom Primitiven zum Zivilisierten innerhalb eines Evolutionsprozesses gegeben hat.
Natürlich hat es im Verlauf der Geschichte auf allen Gebieten große Fortschritte gegeben, dank der Akkumulation von Kultur und Erfahrung besonders große in Wissenschaft und Technologie. Doch es ist weder rational noch wissenschaftlich, diese Veränderungen als Evolutionsprozess in dem Sinn zu bezeichnen, wie es Evolutionisten und Materialisten tun. Wie es keinen Unterschied gibt zwischen den physischen Merkmalen eines heutigen Menschen und eines Menschen der vor Tausenden Jahren lebte, gibt es auch gar keinen Unterschied in deren Intelligenz und Fähigkeiten. Die Vorstellung, unsere Zivilisation sei fortgeschrittener, weil Hirnkapazität und Intelligenz des Menschen des 21. Jahrhunderts höher entwickelt seien, ist eine falsche Perspektive, resultierend aus evolutionistischer Indoktrination. Tatsache ist, daß Menschen in ganz unterschiedlichen Regionen verschiedene Kulturen aufweisen. Doch wenn ein australischer Ureinwohner nicht über dasselbe Wissen verfügt, wie ein Wissenschaftler aus den USA, so bedeutet das nicht, seine Intelligenz und sein Hirn seien nicht weit genug entwickelt. Viele Menschen, die in solche Gesellschaft hinein geboren werden, mögen vielleicht keinen elektrischen Strom kennen, sie können jedoch trotzdem hochintelligent sein.


Die Umgebung eines Volkes sagt nichts aus darüber, ob dessen Verstand primitiv oder fortschrittlich ist. Zu allen Zeiten haben die Menschen unter verschiedenen Bedingungen gelebt und verschiedene Bedürfnisse entwickelt. Das Architekturverständnis der alten Ägypter unterscheidet sich von dem unseren, doch das bedeutet nicht, dass unsere Kultur notwendigerweise fortschrittlicher ist. Ein Wahrzeichen der Zivilisation des 20. Jahrhunderts ist der Wolkenkratzer, im alten Ägypten waren es die Pyramiden und Sphinxen.

Hinzu kommt, daß sich in verschiedenen Jahrhunderten unterschiedliche Bedürfnisse entwickelten. Unsere Mode ist nicht dieselbe, wie die der alten Ägypter, doch das heißt nicht, daß unsere Kultur fortgeschrittener ist als ihre. Während Wolkenkratzer die Symbole der Zivilisation des 21. Jahrhunderts sind, waren es bei den Ägyptern die Pyramiden und Sphinxen.
Wichtig ist die Perspektive, aus der die Fakten interpretiert werden. Wer mit der vorgefassten Meinung beginnt, die Fakten verwiesen auf eine evolutionäre Entwicklung, wird alle Informationen, die er bekommt, im Licht dieses Vorurteils bewerten, und so wird er seine Feststellungen durch Märchen untermauern. Aufgrund fossilierter Knochenfragmente wird er massenhaft Details zusammenphantasieren, wie die Menschen dieser Region ihren Alltag verbrachten, über ihre familiären Bindungen und ihre sozialen Strukturen. Aus den Knochenfragmenten wird er schließen, daß die Menschen, denen zu sie einst gehörten, halbaufgerichtet und grunzend umherliefen, vollständig behaart waren und grobe Steinwerkzeuge benutzten – nicht etwa weil die wissenschaftliche Beweislage dies ergibt, sondern weil seine Ideologie es verlangt. Die tatsächlichen Fakten implizieren jedoch ein solches Szenarium überhaupt nicht. Diese Illusion entsteht nur durch eine von darwinistischer Mentalität geprägte Interpretation.


Archäologen, die sich zur Zeit, mit detaillierten Interpretationen der fraglichen Zeit befassen, Fossilien, Steingravuren und Höhlenwandmalereien untersuchen, kommen zu ganz anderen Schlüssen. Doch die Evolutionisten schreiben aufgrund ihrer vorturteilsbehafteten Analyse der Funde immer noch über praktisch alle Details des Lebens sogenannter primitiver Menschen. Ihre abstrusen Beschreibungen und Illustrationen füllen noch immer die Seiten vieler Magazine und Zeitungen.
Im folgenden eines der Szenarien über das Alltagsleben des sogenannten primitiven Menschen, entworfen von Louis Leakey, einem der bekanntesten Evolutionisten: Stellen wir uns vor, wir könnten zurückschauen in der Geschichte und die Ereignisse in einem Felsenversteck vor 20 oder 30 Tausend Jahren beobachten: “Ein steinzeitlicher Jäger durchstreift das Tal nach jagdbarem Wild, wobei er eine kleine Höhle oben in der seitlich von ihm befindlichen Felswand erspäht. Äußerst vorsichtig nähert er sich und klettert hinauf, damit rechnend, eine andere Familie könnte sich bereits dort niedergelassen haben und ihm, dem Eindringling, feindlich gesinnt sein. Er könnte auch einen Höhlenlöwen oder Höhlenbären aufscheuchen, was noch gefährlicher wäre. Als er nahe genug heran ist, stellt er jedoch fest: Die Höhle ist unbewohnt. Er geht hinein, untersucht sie genauestens und befindet, dies sei ein viel passenderer Unterschlupf für seine Familie, als das kleine Versteck, in dem sie momentan leben. So kehrt er um, seine Familie herzubringen. Als nächstes sehen wir, wie die Familie herankommt und sich in ihrem neuen Heim einrichtet. Ein Feuer wird entfacht, entweder mit Hilfe von aus der alten Behausung mitgebrachter, sorgfältig gehüteter Glut oder mit Hilfe eines hölzernen Feuerbohrers. (Wir können nicht mit Sicherheit sagen, mit welchen Methoden der Steinzeitmensch Feuer machte, wir wissen aber, daß er bereits in frühester Zeit Feuer kannte, denn Feuerstellen sind ein gemeinsames Merkmal fast aller Höhlensiedlungen und Felsverstecke.) Nun werden sich einige aus der Familie aufgemacht haben, Gras und Farne zu sammeln, um Betten herzurichten, auf denen die Familie schlafen würde, während andere Äste und Zweige von Büschen und Bäumen brachen, um einen einfachen Schutz am Höhleneingang zu errichten. Häute verschiedener wilder Tiere werden in dem neuen Heim ausgerollt und die vorhandenen Haushaltsgerätschaften werden verstaut. Nun ist die Familie vollständig eingerichtet, und das Alltagsleben wird wieder aufgenommen. Die Männer jagen und stellen Tierfallen auf, um Nahrung heranzuschaffen, wobei die Frauen wahrscheinlich helfen, indem sie eßbare Früchte, Nüsse und Wurzeln sammeln.” 2
Diese bis ins letzte Detail ausgeführte Beschreibung hat nicht die winzigste wissenschaftliche Grundlage, sondern entstammt einzig und allein der Phantasie des Autors. Evolutionisten, die ähnliche Märchen verzapfen, gründen ihre Detailreichtum einzig auf ein paar Knochenstücke, wobei diese Fossilien in Wahrheit beweisen, daß niemals ein Evolutionsprozess stattgefunden hat – das genaue Gegenteil dessen, was Evolutionisten behaupten. Knochen können ganz offensichtlich keine definitive Information über die Emotionen urzeitlicher Menschen liefern, über ihr Alltagsleben, oder wie sie die Arbeit unter sich aufteilten.
Doch das Märchen von der menschlichen Evolution ist angereichert mit zahllosen solcher Szenarien und Illustrationen, die von Evolutionisten intensiv benutzt und verbreitet werden. Unfähig sich von diesem Dogma der Evolution zu lösen, seitdem die Theorie vorgestellt wurde, haben sie unterschiedliche Versionen des oben beschriebenen Szenariums entwickelt. Doch es ist nicht ihre Absicht, zu erklären, sondern durch Propaganda zu indoktrinieren, die Menschen glauben zu machen, der primitive Mensch habe einst wirklich existiert .
Viele Evolutionisten versuchen, mit solchen Szenarien ihre Behauptungen zu stützen, selbst wenn es dafür keinerlei Beweis gibt. Doch jeder neue Fund, der in voreingenommener Weise interpretiert wird, enthüllt ihnen ganz klar bestimmte Fakten, zum Beispiel: Der Mensch ist Mensch seitdem er ins Dasein kam. Eigenschaften wie Intelligenz und Kunstfertigkeit waren zu allen Zeiten der Geschichte dieselben. Die Menschen der Vergangenheit waren nicht primitive, halb menschliche und halb affenähnliche Kreaturen, wie die Evolutionisten uns einreden wollen. Es waren denkende, sprechende Menschen, die Kunst hervorbrachten und kulturelle und ethische Strukturen entwickelten. Wie wir in Kürze sehen werden, wird dies durch archäologische und paläontologische Funde unwiderlegbar bewiesen.
Was wird bleiben von unserer Zivilisation?
Stellen Sie sich vor, was von den heutigen großen Zivilisationen in einigen Hunderttausend Jahren übrig sein wird. All unsere akkumulierte Kultur – Gemälde, Statuen und Paläste – werden verschwunden sein und kaum eine Spur unserer heutigen Technologie wird übrig sein. Viele Materialien, designed, zu überdauern, werden schrittweise unter natürlichen Bedingungen verfallen. Stahl rostet. Beton zerfällt. Unterirdische Anlagen brechen zusammen, und alle Materialien erfordern Instandhaltung. Stellen Sie sich nun vor, Zehntausende Jahre seien vergangen, Tausende Gallonen Regen seien gefallen, Jahrhunderte grimmiger Stürme, wiederholte Überflutungen und Erdbeben. Alles was bleiben wird, sind riesige bearbeitete Steine, behauene Blöcke, aus den Gebäude bestehen sowie die Reste verschiedener Statuen, genau dasselbe also, wie das, was aus der Vergangenheit auf uns überkommen ist. Vielleicht wird keine konkrete Spur unserer fortgeschrittenen Zivilisationen übrig sein, anhand derer unser Alltagsleben nachvollzogen werden könnte, nur das von in Afrika, Australien oder anderswo lebenden Stämmen. Von der Technologie, die wir besitzen, Fernsehgeräte, Computer, Mikrowellenherde etc. wird nichts übrig bleiben, außer den Hauptumrissen eines Gebäudes oder einigen Fragmenten von Statuen. Wenn die Wissenschaftler der Zukunft diese verstreuten Überreste betrachten und alle Gesellschaften dieser Zeit als “kulturell rückständig” bezeichnen, haben sie sich dann nicht von der Wahrheit entfernt?

L’AN 2000
Des archéologues de tendance évolutionniste affirment que les sculptures de bison dans la grotte de Tuc d’Audoubert en contrefort des Pyrénées dans le sud de la France – dont les statues n’ont pas moins de valeur artistique que les œuvres de Rodin par exemple – furent créées par des hommes soi-disant primitifs. Mais la technique et l’esthétique de l’ouvrage ne laissent pas de doute sur le fait que les auteurs de ces statues ne diffèrent en rien physiquement et mentalement des hommes d’aujourd’hui, et peut-être même qu’ils s’avèrent nettement plus sophistiqués que certains de nos contemporains.
Das Jahr 8000
Würde Rodins “Denker” in 6000 Jahren entdeckt werden und würden die Menschen das Werk mit denselben Vorurteilen wie manche Wissenschaftler heute interpretieren, so würden sie annehmen, die Menschen des 20. Jahrhunderts hätten einen Menschen, der nachdenkt, angebetet, wären noch nicht sozialisiert gewesen etc. Würde das nicht zeigen wie weit sie von der Wahrheit entfernt wären?



DIE WAHRE GESCHICHTE WIRD GEHEIM GEHALTEN
Das Meiste, was wir über Geschichte wissen, stammt aus Büchern. Die Leser zweifeln selten am Inhalt solcher Bücher und nehmen ihren Inhalt für bare Münze. Doch besonders, wenn es um die Geschichte der Menschen geht, präsentieren die Bücher eine Theorie, die aufgrund eines Konzepts entstand, dass in den Gebieten der Biologie, Molekularbiologie, Paläontologie, Genetik, Biogenetik und Anthropologie nicht mehr gültig ist. Durch den Zusammenbruch der Evolutionstheorie ist auch unser auf ihr beruhendes Geschichtsverständnis ungültig geworden.
Der Historiker Edward A. Freeman diskutiert, in welcher Weise unser “Wissen” über Geschichte die “Fakten” widerspiegelt:
…In allen historischen Fragen befassen wir uns mit Fakten, die selbst dem Einfluss des menschlichen Willens und seiner Launen unterliegen und für deren Beweis wir auf die Glaubwürdigkeit menschlicher Informanten vertrauen, die uns jedoch absichtlich oder unabsichtlich irreführen können. Der Mensch kann lügen. Er kann irren.6
Wie können wir also sicher sein, dass die uns vermittelte Geschichte wahr ist?
Zunächst einmal müssen wir der objektiven Fakten sicher sein können, die uns von Historikern und Archäologen präsentiert werden. Wie bei den meisten abstrakten Konzepten kann die Interpretation der Geschichte für verschiedene Menschen verschiedene Dinge bedeuten. Der Bericht eines Ereignisses kann unterschiedlich sein, abhängig von dem Gesichtspunkt desjenigen, der es berichtet; und die Interpretation von Ereignissen ist oftmals anders, wenn sie von Individuen stammen, die nicht dabei waren.
“Geschichte” ist definiert als die chronologische Aufzeichnung von Ereignissen der Vergangenheit. Was den Ereignissen Sinn und Bedeutung gibt, ist, wie der Historiker sie präsentiert. Die Geschichte eines Krieges kann zum Beispiel beeinflusst sein durch die Meinung des Autors darüber, welche Seite im Recht war. Wenn ihm eine Seite sympathisch ist, so wird er sie als Vorreiter der Freiheit ansehen, selbst wenn sie das gegnerische Territorium okkupiert hat und zahlreiche Grausamkeiten begangen hat.7 Wenn sie zum Beispiel die Geschichtsbücher zwei feindlicher Nationen untersuchen, so werden Sie sehen, dass jede dieselben Ereignisse völlig anders interpretiert.

Wenn ein Historiker mit nationalsozialistischen Ansichten den 2. Weltkrieg analysiert, so wird er vielleicht Hitler als großartigen Führer darstellen. Doch das Photo unten, aufgenommen im Konzentrationslager Buchenwald, zeigt nur ein Beispiel des furchtbaren Massenmordens, das Hitler entfesselte.
Das ist genau das, was evolutionistische Historiker und Wissenschaftler heute tun. Ohne konkrete Beweise, auf die sie sich stützen könnten, präsentieren sie ihre so genannte evolutionäre Geschichte der Menschheit als gesicherte Tatsache. Sie ignorieren die stichhaltigen Beweise, die ihre Theorie widerlegen, interpretieren die Beweise im Rahmen ihrer eigenen Vorurteile und präsentieren diese Geschichte, die manche Wissenschaftler wie eine Ideologie übernommen haben, wie ein Naturgesetz.



WAS BLEIBT NACH ZEHNTAUSENDEN JAHREN?
Verglichen mit der Geschichte der Menschheit ist der Lebenszyklus der Materialien beim Bau und in der Industrie sowie der Lebenszyklus technologischer Produkte und Produkten aus den Bereichen des täglichen Lebens relativ kurz. Da die Menschen vor zehntausenden Jahren in wenn auch anspruchsvoll gebauten Holzhäusern lebten, ist es vollkommen verständlich, dass davon heute nur noch wenig übrig ist. Stellen Sie sich vor, unsere Zivilisation würde durch eine schreckliche Katastrophe zerstört. Wie viel würde von ihr in Hunderttausend Jahren übrig sein? Wenn zukünftige Menschen uns auf der Basis von ein paar Knochen und Fundamenten als primitiv bezeichnen würden, wie zutreffend würde diese Beschreibung wohl sein?
In Zehntausend Jahren werden diese modernen Steinhäuser hier nicht anders aussehen, als die Ruinen von Catal Hüyük. Unter normalen Bedingungen verrottet zuerst das Holz, dann korrodieren die Metalle. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden nur die steinernen Wände übrig bleiben und Töpfe und Schüsseln aus Keramik. Wenn dem so ist, werden Behauptungen zukünftiger Archäologen, die Menschen um 2000 n.Chr. hätten ein primitives Leben geführt, an der Wahrheit vorbei gehen. Die heutigen Evolutionisten sind in derselben Lage.
LIn einigen Zehntausend Jahren wird alles, was von unseren heutigen Gebäuden übrig ist, aus ein paar Steinblöcken bestehen. Holz und Objekte aus Eisen werden verschwunden sein. Nichts wird zum Beispiel übrig sein von den herrlichen Wandgemälden des Çırağan Palastes, den schönen Möbeln, den herrlichen Vorhängen und Teppichen, den Kronleuchtern. Diese Materialien werden verrotten und verschwinden. Jemand, der in ferner Zukunft auf den Resten des Çırağan Palastes steht wird wohl nur noch ein paar Steine und vielleicht etwas von den Fundamenten sehen. Würde man auf dieser Basis nun urteilen, die Menschen unserer Zeit hätten noch keine Siedlungen errichtet, sondern in primitiven Unterkünften aus aufeinander gestapelten Steinen gelebt, so wäre das eine völlig falsche Analyse.

Die Überreste, die heute sichtbar sind, können einst außergewöhnlich schöne Gebäude gewesen sein, gerade so wie der Çırağan Palast. Würde man Möbel auf die Ruinen stellen und sie mit Vorhängen, Teppichen und Lampen dekorieren, wäre das Ergebnis wieder beeindruckend.
Der Quran bezieht sich auf untergegangene Gesellschaften, die weit fortgeschritten waren, was Architektur, Kultur und Wissen angeht. Ein Vers berichtet uns, dass die Gesellschaften der Vergangenheit sehr überlegen waren:
Reisten sie denn nicht im Land umher und sahen, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Sie waren stärker an Kraft als sie und hinterließen mehr Spuren im Land. (Sure 40:21 – Ghafir)



DIE MENSCHEN VOR 1,5 MILLIONEN JAHREN SORGTEN FÜR DIE ALTEN


In einem Sonderheft über die wissenschaftlichen Entdeckungen des Jahres berichtete das Magazin Discover über diese Entdeckung, die enthüllte, dass sich die Menschen schon vor Millionen Jahren um ihre Kranken kümmerten und sich um ihr Wohlergehen sorgten. Der Fund, von dem unter dem Titel “Pflegte Homo Erectus(*) Coddle seine Großeltern?” berichtet wurde, zeigte erneut, dass Menschen zu keinem Zeitpunkt der Geschichte wie Tiere lebten, sondern immer als Menschen.
Ein Fossil aus Dmanisi in Georgien, gefunden 2005, offenbart einmal mehr, dass die “Evolution der Menschheitsgeschichte” nicht mit den Fakten übereinstimmt. Den unwissenschaftlichen Behauptungen der Evolutionisten zufolge lebten die ersten Menschen wie Tiere, ohne Familie und Sozialordnung. Doch ein einst zu einem älteren Menschen gehörendes Schädelfossil, entdeckt von dem Paläoanthropologen David Lordkipanidze, zeigt, dass diese Behauptungen unwahr sind.
Das Fossil gehörte zu einer älteren Frau, die nur noch einen Zahn hatte. Wissenschaftler glauben, dass sie von mehreren Krankheiten befallen war. Dass sie trotz vieler Gebrechen ein hohes Alter erreichte, ist ein stichhaltiger Beweis, dass man sich um sie gekümmert hat, und dass man generell für einander sorgte. Lordkipanidze schreibt:
Es ist klar, dass es sich um ein krankes Individuum gehandelt hat… Wir glauben, das ist ein gutes Argument, dafür, dass es die Unterstützung anderer Gruppenmitglieder gab. 8
Evolutionisten behaupten, die Menschen hätten erst 1,5 Millionen Jahre nach dem Tod dieser Frau ein soziokulturelles Verhalten entwickelt. Dieses Fossil widerlegt diese Behauptung der Evolutionisten, denn es beweist, dass die Menschen schon vor Millionen Jahren Mitgefühl für die Kranken hatten und sich um sie kümmerten. Auch diese Entdeckung zeigt, dass die Menschen nie wie Tiere gelebt haben, sondern immer wie Menschen.
(*) Evolutionisten behaupten, Homo erectus sei im Prozess der angeblichen menschlichen Evolution eine Übergangsform zwischen Affe und Mensch gewesen. Tatsache ist aber, dass es zwischen dem Skelett des heutigen Menschen und dem des Homo erectus keinen Unterschied gab, auch sein Skelett ist vollständig aufgerichtet und menschlich.

Oder wenn jemand ein in Mandarin-Chinesisch verfaßtes Schriftstück entdeckt und allein auf der Basis dieses Texts schließt, die Chinesen seien eine rückständige Rasse gewesen, die vermittels seltsamer Schriftzeichen kommunizierten, würde das die wahren Tatsachen reflektieren? Betrachten Sie als Beispiel Auguste Rodins Statue “Der Denker,” die weltweit bekannt ist. Stellen Sie sich vor, sie würde von Archäologen in Zehntausenden Jahren wiederentdeckt. Wenn diese Forscher ihre eigenen vorgefassten Meinungen über Glauben und Lebensstil unserer Gesellschaft haben und ihnen ausreichende historische Dokumentationen fehlen, werden sie diese Statue auf verschiedene Weise interpretieren. Sie könnten sich vorstellen, Angehörige unserer Zivilisation beteten einen denkenden Menschen an, oder sie könnten behaupten, die Statue repräsentiere eine mythologische falsche Gottheit.
Heute wissen wir natürlich, daß “Der Denker” ein Kunstwerk ist, daß allein aus ästhetischen, künstlerischen Gründen geschaffen wurde. Wenn jedoch ein Forscher in Zehntausenden Jahren nicht über ausreichende Informationen verfügt und seine eigenen vorgefassten Meinungen über die Vergangenheit hat, kann er unmöglich hinter die Wahrheit kommen, denn er wird den Denker im Licht seine Vorurteile betrachten und ein passendes Szenarium dafür entwickeln. Deswegen ist es von allergrösster Wichtigkeit, vorhandene Informationen unvoreingenommen und vorurteilslos zu bewerten und in einem weiteren Horizont zu denken. Vergessen Sie nie, wir haben keinen Beweis, dass sich Gesellschaften entwickeln oder dass Gesellschaften der Vergangenheit primitiv waren. Solche Annahmen sind voller Vorurteile und basieren ausschliesslich auf den Analysen von Historikern und Archäologen, die die Evolutionstheorie unterstützen. Tiere darstellende Höhlenmalereien wurden sofort als primitive Zeichnungen von Höhlenbewohnern beschrieben. Doch diese Bilder können sehr wohl enorm viel über das ästhetische Verständnis der Menschen dieser Zeit aussagen. Ein Künstler, der die modernste Kleidung seiner Zeit trug, könnte diese ausschliesslich für künstlerische Zwecke produziert haben. Tatsächlich betonen viele Wissenschaftler heute, diese Höhlenmalereien seien keineswegs das Werk eines primitiven Verstandes gewesen
Ein weiteres Beispiel ist die Interpretation scharfkantiger Steine als die ersten Werkzeuge, die vom “Affenmenschen” hergestellt worden seien. Die Menschen jener Zeit könnten diese Steine geformt und für Dekorationszwecke benutzt haben. Es ist eine unbewiesene Annahme, dass die gefundenen Stücke tatsächlich von diesen Menschen als Werkzeuge benutzt wurden. Evolutionistische Wissenschaftler haben die bei den Ausgrabungen gefundenen Artefakte aus einer verzerrten Perspektive bewertet. Sie haben mit ein paar Fossilien herumgespielt, die ihre Theorien angeblich beweisen und andere ignoriert bzw. verworfen. Ähnliche Spielchen gab es, als es darum ging, zu zeigen, auch die Geschichte unterliege einer Evolution.3 Der amerikanische Anthropologe Melville Herschkowitz beschreibt, wie die These von der Evolution der Geschichte entstand und wie Evolutionisten die Fakten interpretieren:
“Die Verfechter der Existenz kultureller Evolution bieten eine hypothetische Abfolge der Phasen, die sie als Entwicklung der Menschheit begreifen, und nun haben wir viele, viele einzelne nichtlineare Schritte. Manche davon beschränken sich auf einen einzigen Aspekt der Kultur.”4
Herschkowitz’ Ansicht wird insbesondere bestätigt durch eine Studie, die der evolutionistische Ethnograph Lewis Henry Morgan durchgeführt hat, bei der er die Phasen untersuchte, die eine Gesellschaft durchläuft, bevor sie die patriarchalische, monogame Struktur erreicht, die sich – wie er behauptet – aus dem Primitiven heraus entwickelt hat. Doch er betrachtete verschiedene Gesellschaften auf der gesamten Erde, die auf keine Weise miteinander verbunden waren. Dann brachte er sie in Übereinstimmung mit dem Ergebnis das er erreichen wollte. Es ist klar, dass er von den Hunderttausenden Kulturen der Welt nur die aussuchte, die mit seiner vorgefassten Theorie kompatibel waren.
Herschkowitz illustriert, wie Morgan die Geschichte umschreibt, um seinen Vorstellungen Gültigkeit zu verschaffen. Er begann mit den primitiven matrilinealen Australiern und von ihnen zog eine Linie zu den patrilinealen amerikanischen Indianern. Nun folgen die griechischen Stämme der prähistorischen Zeit, bei denen die Abstammung ausschliesslich an der männlichen Linie festgemacht wurde, wobei jedoch keine strenge Monogamie herrschte. Am Ende seiner aufsteigenden Skala stand die heutige Zivilisation – mit der Abstammungsbestimmung in der männlichen Linie und strikter Monogamie.
Über diese imaginäre Sequenz sagt Herschkowitz:
“Doch diese Reihe ist, geschichtlich betrachtet absolut fiktiv…” 5

Spuren der Vergangenheit widerlegen die Evolution

Von vergangenen Zivilisationen stammende Funde widerlegen die Theorie von der ’’Entwicklung vom Primitiven zum Zivilisierten’’. Wenn wir den Lauf der Geschichte untersuchen, taucht die Wahrheit auf, dass die Menschen schon immer dieselbe Intelligenz und Kreativität besassen. Was die Menschen vor hundertausenden Jahren herstellten und die Spuren, die sie hinterliessen, haben völlig andere bedeutungen, als die, die Evolutionisten ihnen zuschreiben. Wenn wir diese Spuren betrachten, sehen wir, dass die Menschen aller Zeitalter aufgrund ihrer Intelligenz und ihrer Fähigkeiten neue Entdeckungen machten, die ihre Bedürfnisse erfüllten, und dass sie zu allen Zeiten Zivilisationen geschaffen haben.


Heute gibt es neben weit fortgeschrittenen Zivilisationen auch eher zurückgebliebene. Doch dass manche Gesellschaften technologisch weiter fortgeschritten sind, als andere, bedeutet nicht, dass sie geistig oder physisch weiter entwickelt sind.

Die Gesandten halfen ihren Völkern bei deren Entwicklung und Fortschritt, indem sie wesentliche Veränderungen initiierten. Von Gott inspiriert, besassen sie detaillierte, wissenschaftliche Kenntnisse. Noah (a.s) zum Beispiel besass die Kenntnisse der Schiffbautechnologie, denn der Quran enthält Hinweise darauf, dass seine Arche durch Dampf angetrieben wurde. (Gott allein kennt die Wahrheit)
Bis dann Unser Befehl kam und der Ofen überkochte. Wir sprachen: “Bring von allem ein Paar hinein [in die Arche] und deine Familie, mit Ausnahme derer, über die bereits entschieden worden ist, sowie die Gläubigen. ” Neben ihm glaubten aber nur wenige. (Sure 11:40 – Hud)
Solch ein Ofen, Tannur genannt, ist noch heute in verschiedenen Regionen in Gebrauch. Der Vers enthüllt, dass dieser Ofen Wasser ausströmte. Die Arche wurde also vermittels des brodelnden Wassers bereit gemacht, Fahrt aufzunehmen. In der Tat schreibt Hamdi Yazir von Elmali in seinem Kommentar, die Arche sei “eine Art durch einen Ofen angetriebenes Dampfschiff” gewesen:
“Tannur” wird im Wörterbuch beschrieben als geschlossener Ofen. Das Wort “fara” heisst “mit grosser Kraft und Intensität kochend ” oder” – brodelnd“. Es wird also impliziert, dass es sich nicht um ein Segelschiff sondern um ein Dampfschiff handelte. 37
Wesentliche Fortschritte in der Kunst und in Wissenschaft und Technologie wurden auch in der Zeit des Propheten Salomon (a.s) gemacht. Der Quran weist zum Beispiel darauf hin, dass zu jener Zeit Transportfahrzeuge, so schnell wie Flugzeuge, benutzt wurden:
“Und Salomo (unterwarfen Wir) den Wind. Sein Morgen war ein Monat und sein Abend ein Monat…” (Sure 34:12 – Saba’)

Dass die Menschen sich von der Jagd oder der Landwirtschaft ernährten, bedeutet nicht, dass ihre geistigen Fähigkeiten fortgeschritten oder zurückgeblieben sind. Eine Gesellschaft, die von der Jagd lebt, ist nicht notwendigerweise näher mit den Affen verwandt, und eine Ackerbau-Gesellschaft, hat sich nicht weiter von den Affen entfernt.
Primitive Kreaturen wie in dieser Zeichnung haben nie existiert. Dieses und ähnliche Bilder sind das Werk der Vorstellung darwinistischer Wissenschaftler und daher ohne wissenschaftlichen Wert.

Dieser Vers bedeutet ganz klar, dass grosse Entfernungen in kurzer Zeit zurückgelegt werden konnten. Dies verweist auf Luftfahrzeuge, die eine Technologie ähnlich der unserer Tage benutzten. (Gott allein kennt die Wahrheit.) Ausserdem berichtet der Quran:
Sie fertigten für ihn, was er wollte: Paläste, Bildwerke, Schüsseln wie Wassertröge sowie feststehende Kessel. “Arbeitet in Dankbarkeit, o ihr vom Hause Davids! Wenige meiner Diener sind ja dankbar.” (Sure 34:13 – Saba’)
Der Prophet Salomon (a.s) stellte seinen Arbeitern also offenbar sehr fortschrittliche Technologien in Architektur und Bauwesen zur Verfügung. Ein anderer Vers lautet:
…und die Satane, alle die Erbauer und Taucher… (Sure 38:37 – Sad)
Die Tatsache, dass der Prophet Salomon (a.s) tauchende Dämonen befehligte, verweist auf die Exploration unterseeischer Ressourcen.Unterseeische Oil- und Metallgewinnungsprozesse erfordern eine äusserst fortschrittliche Technologie. Dieser Vers betont, dass solche Technologie existierte und eingesetzt wurde.
Ein weiterer Vers beschreibt “…eine Quelle von geschmolzenem Erz” (Sure 34:12 – Saba’). Der Gebrauch geschmolzenen Kupfers weist auf die Existenz fortgeschrittener Technologie hin, die zu Prophet Salomons (a.s) Zeiten Elektrizität benutzte. Wie wir wissen, ist Kupfer einer der besten Leiter für Wärme und Strom, weswegen er die Grundlage der Elektrizitätsgewinnung darstellt. Der Ausdruck: “Wir liessen eine Quelle geschmolzenen Kupfers fliessen” verweist aller Wahrscheinlichkeit auf eine leistungsfähige Stromproduktion und darauf, dass in vielen Technologiebereichen Strom eingesetzt wurde. (Gott allein kennt die Wahrheit.)
Mehrere Verse enthüllen, dass der Prophet David (a.s) gute Kenntnisse der Eisenverarbeitung und in der Herstellung von Panzerungen besass.
Und Wir machten das Eisen für ihn formbar. “Mache Panzerhemden und füge die Maschen gehörig ineinander! Und tut Gutes. Ich sehe ja alles, was ihr tut.” (Sure 34:10, 11 – Saba’)
Der Quran erwähnt auch, dass Dhu’l-Qarnayn (a.s) eine Barriere zwischen zwei Bergen baute, die nicht überquert oder untertunnelt werden konnte. Dem Vers zufolge benutzte er dazu Eisenbarren und geschmolzenes Kupfer:
[Dhu'l-Qarnayn said:] “Bringt mir Eisenbarren.” Und als er (die Kluft) zwischen den beiden (Gebirgshängen) aufgefüllt hatte, sagte er: “Blast.” Und als er es zum Glühen gebracht hatte, sprach er: “Bringt mir geschmolzenes Kupfer, damit ich es darauf gieße.”(Sure 18:96 – al-Kahf)
Diese Information impliziert, dass Dhu’l-Qarnayn (a.s) die Stahlbeton Technologie einsetzte. Eisen, eines der stabilsten beim Bau verwendeten Materialien, ist wesentlich für die Verstärkung von Gebäuden, Brücken und Dämmen. Dieser Vers scheint anzudeuten, dass er Eisen verlegte und eine Stahlbetonkonstruktion errichtete, indem er Beton darauf goss. (Gott allein kennt die Wahrheit.)
Inschriften alter zentralamerikanischer Zivilisationen verweisen auf einen grossen, bärtigen Menschen, der weisse Kleidung trug und darauf, dass kurze Zeit nach seinem Auftauchen sich der Glaube an einen einzigen Gott verbreitete und ein plötzlicher Fortschritt in Kunst und Wissenschaft stattfand.
Viele Propheten, Jakob (a.s), Joseph (a.s), Moses (a.s) und Aaron (a.s) wurden in das alte Ägypten entsandt. Diese Gesandten und die Menschen, die an sie glaubten, könnten einen wichtigen Einfluss auf den rapiden künstlerischen und wissenschaftlichen Fortschritt Ägyptens gehabt haben.
Muslimische Wissenschaftler, die dem Quran und der Sunnah unseres Propheten (s.a.w.s) folgen, machten wichtige Entdeckungen in Astronomie, Mathematik, Geometrie, Medizin und anderen Wissenschaften. Das machte im wissenschaftlichen und sozialen Leben grosse Veränderungen und signifikanten Fortschritt möglich. Zu diesen muslimischen Wissenschaftlern gehörten:
Abd al-Latif al-Baghdadi ist bekannt für seine Arbeiten über Anatomie. Er korrigierte viele vormalige Irrtümer über den Knochenbau des Menschen, z.B. beim Unterkiefer und dem Brustbein. Sein Werk Al-Ifada wa al-I’tibar erschien 1788 und wurde ins Lateinische, Deutsche und Französische übersetzt. Mit den fünf Sinnesorganen befasste er sich in Makalatun fial-Havas.
Ibn Sina (Avicenna) beschrieb die Therapie zahlreicher Krankheiten. Sein bekanntestes Werk, Kitab al-Qanun fi at-Tibb war auf arabisch verfasst wurde im 12. Jahrhundert ins Lateinische übersetzt. Bis zum 17. Jahrhundert war es das Standard-Lehrbuch an europäischen Universitäten. Viele der medizinischen Informationen sind noch heute gültig.
Zakaria al-Qazwini rückte viele falsche Vorstellungen über das Gehirn und das Herz zurecht, die seit den Zeiten des Aristoteles als richtig erachtet worden waren. Die von ihm erarbeiteten Informationen über diese beiden Organe sind unseren heutigen Kenntnissen sehr ähnlich.
Zakaria al-Qazwini, Hamdollah Mostowfi (1281-1350) und Ibn an-Nafis ergründeten die Anatomie des Menschen und legten die Grundlage für die moderne medizinische Wissenschaft.
Ali ibn Isa schrieb ein dreibändiges Werk über Augenkrankheiten, Tadhkirat al-Kahhalin. Der erste Band befasst sich ausschließlich mit der Anatomie des Auges und enthält viele wertvolle Informationen. Er wurde später in Latein und Deutsch übersetzt.
Al-Bayruni zeigte 600 Jahre vor Galilei, dass die Erde die Sonne umkreist und er berechnete ihren Durchmesser 700 Jahre vor Newton.
Ali Qushji studierte die Mondphasen und schrieb ein Buch über das Thema. Seine Studien dienten nachfolgenden Generationen als Grundlage.
Thabit ibn Qurra erfand die Differentialrechnung Jahrhunderte vor Newton.
Die Präzision der astronomischen Beobachtungen von al-Battani verblüffte die nach ihm kommenden Wissenschaftler. Er katalogisierte 533 Sterne und berechnete das Apogäum der Erde zur Sonne korrekt. Seine Studien und trigonometrischen Berechnungen machten ihn zu einem Pionier der Mathematik.
Abu’l Wafa führte die Secante und Cosecante in die Trigonometrie ein.
Al-Chwarizmi schrieb das erste Buch über Algebra.
In seinem Buch Tuhfat al-Ada, zeigte al-Maghribi Methoden der Flächenberechnung geometrischer Körper wie Dreiecke, Quadrate und Kreise.
Ibn Al-Haitham (Alhazen) ist der Begründer der Optik. Bacon und Kepler machten sich seine Arbeiten zunutze, und Galilei verwendete seine Erkenntnisse bei der Entwicklung des Teleskops.
Al-Kindi erklärte die Relativität und stellte die Relativitätstheorie vor, 1100 Jahre vor Einstein.
Akshamsaddin war der Erste, der die Existenz von Mikroben postulierte, 100 Jahre bevor der italienische Arzt Fracastoro sie zur Übertragung bestimmter Krankheiten voraussetzte.
Mit seinem Buch Kamil as-Sina’a at-Tibbiyya, war Ali ibn Abbas al-Majusi der Pionier der Wissenschaft der Medizin, und sein Werk wurde zum Standard-Lehrbuch für die Bekämpfung vieler Krankheiten.
Ibn al-Jazzar beschrieb Ursachen und Behandlung der Lepra.
Muslimische Wissenschaftler, von denen eben nur sehr wenige genannt wurden, machten wesentliche Entdeckungen, die später die Basis der modernen Wissenschaft bilden sollten. Dabei folgten sie stets dem Quran und dem Weg unseres Propheten (s.a.w.s).
Wie wir gesehen haben, machten viele frühere Völker vermittels der ihnen gesandten Botschafter Fortschritte in Kunst, Medizin, Technologie und Wissenschaft. Indem sie auf die Propheten hörten und von ihnen lernten, sammelten sie Wissen an und gaben es an nachfolgende Generationen weiter. Ausserdem kehrten durch die Bemühungen der Gesandten auch Gesellschaften, die sich von der wahren Religion abgewandt hatten, zum Glauben an den einen Gott zurück.

Betrachtet man die Funde aus vergangenen Zeiten vorurteilslos, so kann die Geschichte der Menschheit klar und deutlich verstanden werden. Zurückgebliebene und fortschrittliche Zivilisationen existierten zu allen Zeiten der Geschichte, wie heute. In unseren Tagen gibt es Raumfahrttechnologie, und gleichzeitig leben Menschen in anderen Teilen der Erde unter primitiven Bedingungen. So hatte auch Ägypten einerseits eine glorreiche Zivilisation, während gleichzeitig zurückgebliebene Zivilisationen existierten. Die Spuren der Mayas, die hoch entwickelte Städte bauten sind noch heute sichtbar und zeigen, dass dieses Volk eine fortschrittliche Technologie besass. Sie berechneten die Umlaufbahn der Venus und entdeckten die Jupitermonde. Gleichzeitig glaubten die Menschen in vielen Regionen Europas, die Erde sei der Mittelpunkt des Sonnensystems. Während die Ägypter erfolgreich Gehirnoperationen ausführten, glaubte man in anderen Regionen, Krankheiten würden durch böse Geister verursacht. Mit ihrem Rechtssystem, ihrer Literatur, ihrem Kunstverständnis und ihrem astronomischen Wissen schufen die Sumerer eine tief verwurzelte Zivilisation in Mesopotamien, während in anderen Teilen der Welt Gesellschaften existierten, die immer noch Analphabeten waren. So wie auch heute nicht alle Zivilisationen fortschrittlich sind, gab es auch in der Vergangenheit nie eine Zeit, in der alle Gesellschaften rückständig waren.
Bis jetzt haben wir verschiedene Perioden der Geschichte betrachtet und Beispiele von Kulturen gesehen, die vor zehntausenden und hunderttausenden Jahren existierten. Wenn wir uns der jüngeren Geschichte zuwenden, stellen wir wiederum fest, dass Menschen immer Menschen gewesen sind: Es handelt sich nie um “Primitive”, die sich erst vor kurzem aus Affen entwickelt haben, sondern um zivilisierte Menschen, die ihre Zivilisation seit tausenden Jahren ererbt haben.
Mit dem Fortschreiten der Technologie im 20. Jahrhundert nahm die archäologische Forschung rasant zu und grub mehr und mehr Beweise aus, die die wahre Geschichte der Menschheit enthüllen. So fand man heraus, dass das Leben in Ägypten, Mittelamerika, Mesopotamien und anderen Regionen vor tausenden von Jahren sich in vielerlei Hinsicht praktisch genauso abspielte, wie heute.

Die wahre Religion existiert seit beginn der Geschichte

Ein weiterer Irrtum derer, die die Täuschung aufrecht erhalten wollen, Geschichte und Gesellschaft hätten sich entwickelt, ist die Behauptung, Religion – der höchste Wert einer Gesellschaft – habe sich ebenso entwickelt. Diese Behauptung wurde im 19. Jahrhundert zum ersten Mal aufgestellt und wurde von Materialisten und Atheisten auf das Heftigste verteidigt. Doch es gibt keinerlei archäologische Funde, dies zu beweisen und so bleibt diese Behauptung im Reich der Spekulation.
Auch die Behauptungen, Menschen früherer Zeitalter hätten sogenannte primitive polytheistische Stammesreligionen praktiziert und die wahre Religion – die auf dem Glauben an den einen Gott basierende Religion, die seit Zeiten des Propheten Adams (a.s) der gesamten Menschheit offenbart wurde – sei erst später entstanden, entbehren jeder Grundlage. Manche Evolutionisten versuchen solche Behauptungen als historische Tatsachen darzustellen, doch damit liegen sie völlig falsch. Genauso wie Darwins Theorie der biologischen Evolution falsch ist, ist auch die Behauptung einer religiösen Evolution falsch, denn diese ist von der biologischen Evolutionstheorie inspiriert.
Wie entstand der Irrtum der “Evolution der Religionen”?


Charles Darwin

Vor etwa eineinhalb Jahrhunderten, als die erste Ausgabe von Darwins Ursprung der Arten erschienen war, erhielt die Vorstellung der Evolution rasch Unterstützung durch Materialisten und Atheisten. Manche Denker dieser Zeit nahmen an, alle Ereignisse in der Geschichte der Menschheit könnten durch Evolution erklärt werden, und sie erklärten, alles habe in einem primitiven Anfangsstadium begonnen und sich im Lauf der Zeit zu immer größerer Perfektion entwickelt.
Dieser Irrtum legte sich über viele Bereiche, in der Ökonomie beispielsweise behauptete der Marxismus, sein eigener Fortschritt sei unausweichlich, und jeder würde daher später zum Kommunisten werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies nichts als ein Traum war und dass der Marxismus mit der Realität nichts zu tun hat.
Auf dem Gebiet der Psychologie behauptete Sigmund Freud, Menschen seien eine höher entwickelte Art, doch psychologisch seien ihre Handlungen noch immer von denselben Antrieben bestimmt, die schon den Handlungen ihrer primitiven Vorfahren zugrunde lagen. Dieser grundsätzliche Irrtum wurde durch die psychologische Forschung mittlerweile wissenschaftlich widerlegt, wodurch beweisen ist, dass die Grundannahmen der Freudianer keine wissenschaftliche Basis haben.
Auch die Soziologie, Anthropologie und Geschichtswissenschaften wurden von der Evolutionstheorie beeinflusst, doch die während des 20. Jahrhunderts gemachten Entdeckungen haben gezeigt, dass dieser Einfluss kontraproduktiv war.
Was alle Theorien über Evolution verbindet, ist ihre Ablehnung des Glaubens an Gott. Es ist die philosophische Basis der falschen Vorstellung von der Evolution der Religion. Den Behauptungen Herbert Spencers zufolge, eines führenden Vertreters dieses Irrwegs, hatten die frühen Menschen keine Religion. Die Religion begann angeblich mit der Totenverehrung. Andere Anthropologen, die von einer Evolution der Religion ausgehen, tischen andere Geschichten auf. Manche schreiben den Ursprung der Religion dem Animismus zu, also dem Glauben an die Beseeltheit der Natur; andere meinen sie entstand aus dem Totemglauben. Für den Anthropologen E. B. Taylor hat sich die Religion vom Animismus zum Manismus, dem Ahnenkult, entwickelt und von dort über den Polytheismus zum Monotheismus.
Diese Theorie aus dem 19. Jahrhundert wurde von anderen atheistischen Anthropologen übernommen und ist bis heute am Leben gehalten worden; Sie wird in verschiedenen Szenarien präsentiert. Doch auch sie ist nur eine weitere Täuschung. Wie archäologische und historische Beweise zeigen, gab es im Gegensatz zu den Vorschlägen dieser Wissenschaftler seit frühester Zeit eine monotheistische Religion, die Gott der Menschheit durch Seine Propheten offenbart hat. Doch es gab gleichzeitig auch immer Aberglauben neben der wahren Religion. Wie heute gab es Menschen, die an den einen und einzigen Gott glaubten und ihr Leben entsprechend der von Ihm offenbarten Religion ausrichteten, und es gab andere, die Götzen aus Holz oder Stein, Satan, ihre Vorfahren, Geister, Tiere, die Sonne, den Mond oder die Sterne anbeteten, und viele dieser Völker sind nicht rückständig, sondern leben in fortschrittlichen Verhältnissen.
Im Verlauf der Geschichte gab es auch Menschen, die den Gesetzen der wahren, von Gott offenbarten Religion nicht gehorcht haben und stattdessen versuchten, deren moralische Werte zu untergraben. Der Quran berichtet von Völkern, die Aberglauben und entsprechende Praktiken in die wahre Religion integrieren wollten, diese aber dadurch verfälschten und zerstörten:
Aber wehe jenen, welche die Schrift selbst schreiben, dann aber sagen: “Dies ist von Allah!”, und das für einen winzigen Preis. Wehe ihnen dafür, was ihre Hände geschrieben haben, und wehe ihnen wegen ihres Gewinns! (Sure 2:79 – al-Baqara)
Deswegen haben im Lauf der Zeit manche, die einstmals an die Einheit Gottes glaubten und Ihm gehorchten, der wahren Religion den Rücken gekehrt. So entstanden abnorme Glaubenrichtungen und Praktiken. Es hat also im Gegensatz zu den Behauptungen einiger nie einen Prozess der religiösen Evolution gegeben, sondern die wahre Religion wurde manchmal verfälscht, wodurch abnormer Aberglaube entstand.

Schlussfolgerung

Die Realität der Zeitlosigkeit sollte nicht ignoriert werden
Die historischen und archäologischen Funde, die wir in diesem Buch untersucht haben, zeigen, dass die darwinistischen Behauptungen über die Evolution der Geschichte und der Gesellschaften Unsinn sind, ohne jeden wissenschaftlichen Wert. Der einzige Grund, warum sie aufrecht erhalten werden, ist die Befürchtung, der Materialismus könne untergehen. Wie wir wissen, machen Materialisten den Fehler, die Wahrheit der Schöpfung zurückzuweisen und zu glauben, Materie sei die einzige Entität, die immer existierte und in aller Ewigkeit weiter existieren wird. Anders gesagt, sie haben die Materie vergöttlicht. (Natürlich ist Gott erhaben darüber.) Heute jedoch hat die Wissenschaft den Punkt erreicht, an dem sie bestätigt, dass das Universum aus dem Nichts entstanden ist, was bedeutet, dass es erschaffen wurde. Dadurch haben sich alle den Materialismus und materialistische Ansichten unterstützende Theorien und Philosophien als falsch erwiesen.
Doch auch wenn die Ansichten der Materialisten mit den wissenschaftlichen Beweisen kollidieren, können diese auf keinen Fall akzeptieren, dass Materie nichts absolutes ist, sondern erschaffen wurde. Wenn sie nur einen Moment lang ihr dogmatisches Vorurteil beiseite lassen würden, dann könnten sie die reine Wahrheit erkennen und sich selbst von dem Fluch lösen, den der Materialismus über sie gelegt hat. Dazu ist nur nötig, dass sie sich von ihrer ideologischen Bigotterie frei machen und unvoreingenommen denken.
Zum Ersten, was sie betrachten müssten, gehört die wahre Natur des Konzepts der Zeit, denn Materialisten glauben, dass auch die Zeit absolut ist. Diese Täuschung hat viele davon abgehalten, die Wahrheit zu erkennen. Die moderne Wissenschaft hat bewiesen, dass Zeit ein Derivat von Materie ist und das die Zeit wie die Materie selbst aus dem Nichts erschaffen wurde. Das bedeutet, die Zeit hatte einen Anfang. Im vergangenen Jahrhundert hat man ausserdem herausgefunden, dass Zeit relativ ist, dass sie unterschiedlich wahrgenommen wird und nichts konstantes, unveränderliches ist, wie die Materialisten jahrhundertelang geglaubt haben.
Die wahre Natur der Zeit
Was wir “Zeit” nennen, ist faktisch eine Methode, mit der wir einen Moment mit einem anderen Moment vergleichen. Klopft jemand auf ein bestimmtes Obkekt, so hört er ein bestimmtes Geräusch. Klopft er noch einmal auf dasselbe Objekt, hört er ein weiteres Geräusch. Da er glaubt, es gebe ein Intervall zwischen den beiden Geräuschen, nennt er dieses Intervall “Zeit”. Doch wenn er das zweite Geräusch hört, ist das erste nur noch eine Information in seinem Gedächtnis. Der Mensch formuliert diese Wahrnehmung, indem er den “gegenwärtigen” Moment mit dem vergleicht, der ihm im Gedächtnis ist. Stellt er diesen Vergleich nicht an, hat er auch keine Zeitwahrnehmung.
Der Physiker Julian Barbour defininiert Zeit so:
Zeit ist nichts anderes als das Messen der Positionsänderungen von Objekten. Ein Pendel schwingt, die Zeiger einer Uhr bewegen sich fort. 82
Kurz gesagt, Zeit entsteht als Ergebnis eines Vergleichs von im Gehirn gespeicherten Daten. Hätte der Mensch kein Gedächtnis, könnte sein Gehirn solche Interpretationen nicht vornehmen und so würde er keine Zeit wahrnehmen können. Man bestimmt sein eigenes Alte auf 30 Jahre nur deswegen, weil man über diese 30 Jahre Informationen akkumuliert hat. Existierte das Gedächtnis nicht, könnte man an keine früher existierende Periode denken und man würde nur den einzigen”Mement erfahren in dem man gerade lebt.
Unser Vergangenheitsbegriff ist lediglich Information in unseren Gehirnen


Zeit existiert als Vergleich verschiedener Illusionen im Gehirn. Hat ein Mensch kein Gedächtnis, kann sein Gehirn keinen solchen Vergleich anstellen, und er hat keine Wahrnehmung von Zeit. Hätten die Menschen keine Erinnerung, würden sie nicht an eine Periode der Vergangenheit denken können, sondern nur in dem einen “Moment” leben, den sie gerade wahrnehmen.

Aufgrund der Eindrücke, die wir empfangen, glauben wir, wir lebten in getrennten Abschnitten der Zeit, die wir Vergangeheit, Gegenwart und Zukunft nennen. Doch der einzige Grund, warum wir ein Konzept “Vergangenheit” haben, ist der , dass wir verschiedene Ereignisse in unserem Gedächtnis haben. Wir erinnern uns an den Tag unserer EInschulung und nehmen dies daher als Ereignis der Vergangeheit wahr. Zukünftige Ereignisse befinden sich nicht in unserem Gedächtnis. Darum betrachten wir Dinge, die wir noch nicht kennen, als Ereignisse, die wir in der Zukunft erfahren werden. Genauso wie die Vergangenheit von unserem Standpunkt aus erfahren wurde, ist es auch mit der Zukunft. Doch weil diese Ereignisse noch nicht an unser Gedächtnis geliefert wurden, können wir sie nicht kennen.
Würde Gott zukünftige Ereignisse unserem Gedächtnis übermitteln, dann wäre die Zukunft Vergangenheit für uns. Ein dreissigjähriger Mensch zum Beispiel erinnert sich an dreissig Jahre lang erfolgte Ereignisse und so denkt er, er habe eine dreissigjährige Vergangenheit. Wenn zukünftige Ereignisse zwischen seinem dreissigsten und siebzigsten Lebensjahr in das Gedächtnis dieses dreissig Jahre alten Menschen eingegeben würden, so würden die ersten dreissig Jahre und seine “Zukunft”, die zwischen dem Alter dreissig und siebzig liegt, für ihn zur Vergangenheit werden. In dieser Situation wären sowohl Zukunft als auch Vergangenheit in seinem Gedächtnis und es wären lebhafte Erfahrungen für ihn.
Da Gott uns Ereignisse in einer definierten Reihenfolge wahrnehmen lässt, als würde die Zeit sich von der Vergangenheit in die Zukunft bewegen, informiert Er uns nicht über unsere Zukunft und gibt diese Information auch nicht in unser Gedächtnis ein. Die Zukunft ist nicht in unserem Gedächtnis, doch alle Vergangenheit und alle Zukunft sind in Seinem ewigen Gedächtnis. Es ist, als würde ein menschliches Leben von Anfang bis Ende in einem Film betrachtet.
Auch die Weltgeschichte ist relativ


Anfang und Ende des zweiten Weltkriegs, der Abschuss der ersten Rakete ins Weltall, die Grundsteinlegung der ägyptischen Pyramiden und das Aufrichten der Menhire in Stonehenge, all das existiert für Gott in einem einzigen Moment.

All diese Fakten gelten auch für die Geschichte und das soziale Leben. Wir denken an Gesellschaften und Weltgeschichte als begrenzt auf Zeit und Raum. Wir teilen die Geschichte in Perioden ein und betrachten diese innerhalb dieses relativen Konzepts. Wir vertrauen zum Überleben auf unsere fünf Sinne. Wir nehmen nur wahr, was unsere Sinne übermitteln, und wir sind nicht in der Lage, die durch unsere Sinne gezogene Grenze zu überschreiten. Die Zeit und der Raum, in dem wir leben, werden ähnlich wahrgenommen. Wenn unser Gehirn ein Wesen nicht mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen kann, sagen wir einfach, dieses Wesen sei “verschwunden”. Entsprechend existieren in unserem Gedächtnis gespeicherte Ereignisse, Bilder oder Empfindungen immer noch für uns – das heißt, sie sind lebendig, während die, die vergessen sind, nicht mehr existieren. Anders gesagt, Wesen und Ereignisse, die nicht in unserem Gedächtnis sind, werden vergangene Ereignisse für uns. Sie sind “tot” und existieren nicht mehr.
Doch dies gilt nur für Menschen, denn nur Menschen haben ein begrenztes Gedächtnis. Das Gedächtnis Gottes hingegen ist grenzenlos und ewig, doch ein Punkt verdient es, hier genannt zu werden: Der Ausdruck “das Gedächtnis Gottes” wird hier nur zum Zweck der Verdeutlichung gebraucht. Es ist definitiv nicht möglich, einen Vergleich zu ziehen zwischen dem Gedächtnis Gottes und dem Gedächtnis eines Menschen. Gott ist der Eine. Der alles aus dem Nichts erschafft und der alles weiß, bis ins letzte Detail.
Da Gottes Gedächtnis unendlich ist, geht nichts, was sich darin befindet, jemals verloren. Anders ausgedrückt, kein Lebewesen, das von Gott erschaffen wird, kann jemals vergehen. Keine Blume welkt, kein Schluck Wasser wird je aufgebraucht, und keine Nahrung wird völlig aufgebraucht. Das Universum war vor Gottes Angesicht in seiner Urform eine Staubwolke. Jeder Moment der Geschichte existiert für Ihn, wie er einmal war. Die Steine von Stonehenge werden an Ort und Stelle gebracht, die ägyptischen Pyramiden werden gebaut, die Sumerer beobachten die Sterne, Neandertaler sorgen für ihren Lebensunterhalt, die Felsbilder in der Höhle von Lascaux werden gemalt, die Menschen leben in Catal Höyük und der 2. Weltkrieg tobt. Und Gesellschaften, die in Tausenden Jahren leben werden, existieren schon im Angesicht Gottes, selbst wenn ihre Zivilisation noch aufgebaut wird.
Die Ewigkeit hat für ein Lebewesen oder ein Ereignis begonnen in dem Moment, in dem es erschaffen wird. Wenn zum Beispiel eine Blume erschaffen wird, ist sie in Wahrheit dazu bestimmt, nicht zu verschwinden. Dass sie aus dem menschlichen Empfinden verschwindet und aus dem Gedächtnis verschwindet heisst nicht, dass sie gestorben ist. Ihr Zustand im Angesicht Gottes ist es was tatsächlich zählt. Alle Stadien ihres Lebens, von ihrer Schöpfung bis zu ihrem Tod existieren im Angesicht Gottes.

BÄREN LEIDEN AUCH NACH LANGEM WINTERSCHLAF NICHT AN KNOCHENSCHWUND

Eine Studie über Schwarzbären ergab, dass ein System die Knochen dieser Tiere während ihres monatelangen Winterschlafs schützt. Gleichzeitig gibt diese Studie Anlass, nach neuen Methoden zur Behandlung von Patienten zu suchen, die an rapidem Abbau der Knochenzellen während Zeiten körperlicher Inaktivität leiden.
Wissenschafter der Michigan Technology Universität in Houghton unter der Leitung von Seth Donahue beobachteten die Entwicklung der Knochen der Gattung Ursus americanus, die keinerlei Knochenschwund während ihres fünf bis sieben Monate dauernden Winterschlafs aufweisen.(1) Die Beobachtungen konzentrierten sich auf fünf Gene, die den Stoffwechsel der Knochen des Bären bestimmen. Donahue und seine Kollegen entdeckten, dass die Knochenproduktion gleich bleibt, ja sogar einen Höhepunkt erreicht, wenn der Bär wieder aktiv wird. Die Studie zeigt auch, dass Bären keine altersbedingte Knochenschwäche oder Verdünnung der Knochenstruktur aufweisen.
Die Wissenschaftler fanden heraus, das Kalzium im Körper des Bären, das die Hauptkomponente der Knochen bildet, einem äußerst effektiven Zyklus unterliegt, weshalb die Knochen geschützt sind. Eine daraus folgende Zielsetzung für Donahue und sein Team ist die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden für Menschen mit Knochenschwund. Sie vergleichen Hormone, die an der jeweiligen Knochenbildung beim Menschen und beim Bären beteiligt sind.
Dieses außergewöhnlich effiziente System, dass bei Winterschlaf haltenden Bären beobachtet wurde, ist nicht ganz neu. Untersuchungen einer Studie, die 2001 im Magazin Nature veröffentlicht wurde, zeigten, dass die Bären der gleichen Gattung weniger Muskelschwund während ihres Winterschlafs aufweisen als andere Lebewesen.(2) Wissenschaftler, die die Bären über einen Zeitraum von vier Jahren untersuchten, errechneten, dass sie am Ende ihres fünfmonatigen Winterschlafs nur 23% ihrer Muskelkraft verlieren und zwischen 10 und 15% Proteine. Im Gegensatz dazu würde ein Mensch, der die gleiche Zeit im Bett verbringen würde, 85% seiner Muskelkraft und 90% Proteine verlieren.
Diese makellosen Systeme im Bären werfen eine Reihe interessanter Fragen auf. Ein Bär wiegt mehrere Hundert Kilo. Die Knochen im Körper des Bären bleiben unter diesem enormen Gewicht bewegungslos für mehrere Monate liegen. Wo der Bär den Boden berührt, drückt ein noch größeres Gewicht auf die Muskeln, die aus weicherem Gewebe als Knochen bestehen.
Vergleichbare bettlägerige Patienten in Krankenhäusern benötigen einen enormen Pflegeaufwand. Krankenschwestern drehen diese Patienten mehrmals täglich, so dass das Körpergewicht auf verschiedene Stellen verteilt wird, um ein Wundliegen zu verhindern. Im Gegensatz zum Menschen, der nicht einen einzigen Tag bewegungslos liegen kann, kann ein Bär, der erheblich mehr wiegt, wochen- und monatelang ohne Nahrungsaufnahme schlafen, ohne eine Schwächung seiner Knochen und Muskeln aufzuweisen. Das ist ein Wunder.
Die Pflege, die Krankenschwestern und Ärzte gelähmten Patienten bieten müssen, wird automatisch von diesem perfekten System des Bären übernommen. Die Knochenzellen weisen einen äußerst effizienten Verbrauch an Kalzium auf, und der Stoffwechsel des Bären hält den Muskelschwund auf einem sehr niedrigen Niveau.
Muskelschwund ist bei hungernden Menschen unausweichlich und kann fatale Folgen haben. Der angeschwollene Bauch eines hungernden Kindes entsteht durch die sich abbauenden Muskeln des Körpers, in denen sich kein Fett mehr befindet, und die daraus folgende Wasseransammlung. Solch eine Wasseransammlung ist im Körper des Bären nicht zu beobachten.
Warum verfügen die Muskel- und Knochenzellen des Bären über ein solch komplexes Schutzsystem? Wie kann es sein, dass diese Zellen, die über keinerlei Denkfähigkeit verfügen, auf so bewusste Art und Weise den Kalziumgehalt der Knochenhaut regulieren können? Wie kann es sein, dass Bären nicht unter dem Muskelschwund leiden, der bei hungernden Menschen beobachtet werden kann, obwohl sie monatelang nichts essen?
Natürlich kommt dieses Bewusstsein, dass man in den Zellen beobachten kann, nicht von den Molekülen, aus denen sie bestehen. Atome wie Sauerstoff, Kohlenstoff und Stickstoff wissen nichts von den Bedürfnissen des Bären und können keine dementsprechenden Entscheidungen treffen. Doch da dies geschieht, können wir erkennen, dass das Verhalten der Zellen zu einem Dasein mit einem überlegenen Intellekt gehört. Es gibt keinen Zweifel, dass dies Allah ist, der Allmächtige, der Herr der Welten, der die Bären erschaffen und sie mit dem Stoffwechsel ausgerüstet hat, der ihre Gesundheit auch während des monatelangen Winterschlafs schützt. In einem Quranvers erklärt Allah:
Soll etwa Der es nicht kennen, Der alles erschaffen hat, Er, der Feinsinnige, der Bewusste? (Sure 67:14 – al-Mulk)
Fussnoten1 Seth Donahue et. al, “Bone formation is not impaired by hibernation (disuse) in black bears Ursus americanus” The Journal of Experimental Biology, 1. Dezember 2003, Band 206, S. 4233
2 Henry J. Harlow et. al “Muscle strength in overwintering bears” Nature, 22. Februar 2001, S. 997

DAS GEHEIMNIS HINTER DER MATERIE IST NICHT WAHDATUL WUJUD

Ein Thema des Buches Der Evolutionsschwindel, das Kapitel “Das wahre Wesen der Materie” das auch in den Büchern Materie: Ein andere Name für Illusion, Idealismus, Die Philosophie der Matrix und die wahre Natur der Materie, Die Ewigkeit hat bereits begonnen, Zeitlosigkeit und die Realität des Schicksals und Die Wahrheit erkennen zu finden ist, ist von Manchen kritisiert worden. Da sie das Wesentliche des Themas offensichtlich falsch verstanden haben, behaupten diese Leute, das was als Geheimnis hinter der Materie erklärt werde, sei identisch mit der Lehre von Wahdatul Wujud.
Zunächst einmal ist vor allem festzustellen, dass der Autor dieser Bücher ein Gläubiger ist, der die Regeln der Ahli Sunna strikt einhält und keineswegs die Sichtweise von Wahdatul Wujud vertritt.
Es muss jedoch daran erinnert werden, dass Wahdatul Wujud von einigen führenden Islam-Wissenschaftlern einschließlich Muhyiddin Ibn ‘Arabi gutgeheißen wird. Es ist wahr, dass zahlreiche anerkannte Islam-Wissenschaftler, die das Konzept von Wahdatul Wujud in der Vergangenheit beschrieben haben, dies im Licht mancher der Themen dieser Bücher taten. Was in diesen Büchern erklärt wird, ist dennoch nicht dasselbe wie Wahdatul Wujud.
Einige derer, die die Sichtweise von Wahdatul Wujud verteidigen, haben irrige Meinungen vertreten und Behauptungen aufgestellt, die dem Quran und der Lehre von Ahli Sunna widersprechen. Sie verneinen zum Beispiel die Schöpfung durch Allah. Bei der Erläuterung des Geheimnisses der Materie hingegen findet sich definitiv keine solche Behauptung. Das Kapitel erklärt, dass alle Wesen von Allah erschaffen werden und dass nur Er sie sehen kann, während die Menschen nur die in ihrem Gehirn entstehenden Bilder der Wesen sehen können,
Berge, Ebenen, Blumen, Menschen, die Meere – alles was wir sehen und alles, wovon Allah uns informiert, dass es existiert und dass Er aus dem Nichts geschaffen hat, existiert tatsächlich. Die Menschen jedoch können die wahre Natur dieser Wesenheiten mit ihren Sinnesorganen nicht erfassen. Was sie sehen und fühlen, sind lediglich Kopien, die in ihren Gehirnen entstehen. Dies ist eine wissenschaftliche Tatsache, die besonders an medizinischen Fakultäten und allen Schulen gelehrt wird. Dasselbe gilt für diesen Aufsatz, den Sie jetzt gerade lesen; sie können seine wahre Natur weder sehen noch fühlen. Das von dem Original des Aufsatzes kommende Licht wird von bestimmten sich in Ihrem Auge befindlichen Zellen in elektrische Signale umgewandelt, die anschließend ins Sehzentrum im hinteren Teil Ihres Gehirns übertragen werden. Erst dort entsteht das Bild des Aufsatzes, den Sie vor sich haben. Der Aufsatz, den Sie lesen, ist also eine Kopie des Aufsatzes, die sich in Ihrem Gehirn befindet. Den Originalaufsatz kann nur Allah sehen.
Daraus folgt: Die Tatsache, dass Materie eine in unserem Gehirn entstehende Illusion ist, heißt nicht, dass sie nicht existiert, doch sie liefert uns Informationen über die wahre Beschaffenheit der Materie: dass kein Mensch mit ihrem Original Kontakt haben kann.
Dieser Fakt wird in dem Buch Idealismus, Die Philosophie der Matrix und die wahre Natur der Materie wie folgt beschrieben:
ES GIBT MATERIE AUSSERHALB VON UNS, DOCH WIR KÖNNEN SIE NICHT ERREICHEN
… Materie als eine Illusion zu beschreiben, heißt nicht, dass sie nicht existiert. Ganz im Gegenteil: Ob wir die physikalische Welt wahrnehmen oder nicht, sie existiert gleichwohl. Doch wir sehen Sie als Kopie in unserem Gehirn, als eine Interpretation der Welt durch unsere Sinne.
Deswegen ist die Welt physikalischer Materie für uns eine Illusion.
Die außerhalb von uns befindliche Materie wird nicht nur von uns gesehen, sondern auch von anderen Wesen. Auch die Engel, die Allah als Wächter eingesetzt hat, sehen diese Welt.
Wenn die zwei Aufzeichnenden aufschreiben, zur Rechten und zur Linken sitzend, Kann er kein Wort sprechen, ohne dass ein Wächter ständig bei ihm wäre. (Quran, 50: 17-18)
Das Wichtigste ist, Allah sieht alles. Er schuf diese Welt mit all ihren Details und Er sieht sie in all ihren Stadien. Er informiert uns darüber im Quran:
… Und fürchtet Allah und wisset, dass Allah euer Tun sieht. (Quran, 2: 233)
Sprich: “Allah genügt als Zeuge zwischen mir und euch. Siehe, Er kennt und sieht Seine Diener.” (Quran, 17: 96)
Es darf nicht vergessen werden, dass Allah alles, was auf Erden geschieht, in einem Buch namens Al-lauhul-mahfuz festhält. Auch wenn wir nicht alle Dinge sehen, im Al-lauhul-mahfuz sind sie registriert. Allah offenbart in folgenden Versen, dass er im Al-lauhul-mahfuz, der “Mutter aller Bücher”, Aufzeichnungen über alle Dinge führt:
Und er ist fürwahr in der Urschrift bei Uns- eine erhabene und weise. (Quran, 43: 4)
… Und bei Uns ist ein alles aufbewahrendes Buch. (Quran, 50: 4)
Und es gibt nichts Verborgenes im Himmel und auf Erden, das nicht in einem deutlichen Buch stünde. (Quran, 27: 75)

DAS PERFEKTE SOZIALSYSTEM DER AMEISEN

Ameisen leben in Kolonien, und unter ihnen herrscht eine perfekte Arbeitsteilung. Betrachten wir diese Tiere genauer, so wird ein äußerst interessantes Sozialverhalten erkennbar. Wir können außerdem feststellen, daß Solidarität und Opferbereitschaft bei ihnen viel ausgeprägter sind, als beim Menschen. Das interessanteste aber ist, daß sie im Gegensatz zum Menschen den Unterschied zwischen arm und reich nicht kennen, und auch die in unseren Gesellschaften zu beobachtenden Machtkämpfe gibt es nicht.
Viele Wissenschaftler, die sich jahrelang mit intensiven Forschungen über Ameisen befaßt haben, waren nicht in der Lage, deren fortschrittliches Sozialverhalten zu erklären. Dr. Caryle P. Haskins, Präsident des Carnegie Instituts in Washington, sagt dazu folgendes:
Selbst nach 60 Jahren des Studiums der Ameisen erstaunt mich nach wie vor, wie hochentwickelt und differenziert ihr Sozialverhalten ist… So liefern uns die Ameisen ein wunderschönes Modell zum Studium der Wurzeln tierischen Verhaltens. (National Geographic, Band 165, Nr.6, S. 775)
Population und Lebensraum mancher Ameisenkolonien sind so riesig, daß man unmöglich erklären kann, wie sie darin eine perfekte Ordnung aufrecht erhalten. Es ist daher schwer, Dr. Haskins zu widersprechen.
Ein Beispiel für eine dieser extrem großen Kolonien ist die Ameisen-Art Formica Yessensis, die an der Ishikari-Küste der japanischen Insel Hokkaido lebt. Diese Ameisen leben in 45000 miteinander verbundenen Nestern auf einem Gebiet von 2,7 Quadratkilometern. Diese Super-Kolonie beherbergt weit über eine Million Königinnen und 306 Millionen Arbeiterinnen. (Bert Hölldobler-Edward O. Wilson, The Ants, Harvard University Press, 1990, S. 1) Die Forscher haben entdeckt, daß alle Produktionsmittel und alle Nahrung auf einem hohen Organisationsniveau innerhalb der Kolonie verteilt werden.
Es ist sehr schwer zu erklären, wie die Ameisen diese Ordnung problemlos aufrecht erhalten, angesichts des enormen Gebietes, in dem sie leben. Wir dürfen nicht vergessen, daß menschliche Gesellschaften diverse Sicherheitskräfte benötigen, um Recht und soziale Ordnung zu bewahren, selbst in zivilisierten Ländern mit geringer Bevölkerungsdichte; und es gibt Führungs- und Verwaltungspersonal, um diese Kräfte einzusetzen. Trotzdem ist es manchmal nicht möglich, die Ordnung problemlos aufrecht zu erhalten.
In Ameisenkolonien jedoch braucht es keine Polizei, Gendarmerie oder Wachdienste. Die Pflicht der Königinnen besteht ausschließlich in der Erhaltung der Art, nicht etwa in der Führung der Kolonie; Ameisen haben keinen Herrscher oder Führer. So gibt es auch keine auf einer Kommandostruktur basierende Hierarchie unter den Ameisen.
Wer aber ist es dann, Der diese Ordnung etabliert hat und für deren Kontinuität sorgt?
Die Tatsache, daß Ameisen in einer solch umfangreichen, perfekten Ordnung leben, beweist, daß sie aufgrund der Inspiration eines “Supervisors” handeln. Der folgende Quranvers bestätigt, daß Gott der Schöpfer und Beherrscher aller Dinge ist und daß jede lebende Kreatur aufgrund Seiner Inspiration handelt.
Siehe, ich vertraue auf Allah, meinen Herrn und euren Herrn.
Kein Lebewesen gibt es auf Erden, das Er nicht am Schopf erfaßt.
Siehe, der Weg meines Herrn ist gerade.
(Sure 11:56 – Hud)

20 FRAGEN ZUM KOLLAPS DER EVOLUTIONS THEORIE

Seit 150 Jahren geistert die Evolutionstheorie nun durch die Welt, und sie hat groen Einfluss darauf gehabt, wie die Menschen die Welt wahrnehmen. Sie behauptet, sie seien zufllig auf die Welt gekommen und sie seien eine “Tierart”. Ferner lehrt sie die Menschen, das einzige Gesetz des Lebens sei ein durch reinen Egoismus geprgter Kampf ums berleben. Die Auswirkungen dieser Ideen wurden im 19. und 20. Jahrhundert deutlich: Die gesteigerte Selbstsucht des einzelnen, der moralische Verfall der Gesellschaft, die rapide Ausbreitung von Eigennutz, Rcksichtslosigkeit und Gewalt, die Entwicklung totalitrer Ideologien wie Faschismus und Kommunismus und gesellschaftliche und persnliche Krisen, je mehr die Menschen sich von religiser Ethik abwandten…
Die sozialen Auswirkungen der Evolutionstheorie wurden in anderen Machwerken des Autors untersucht (siehe Harun Yahya’s Das Unglck das der Darwinismus ber die Menschheit brachte, Der Kommunismus liegt im Hinterhalt, Die schwarze Magie des Darwinismus und Die Religion des Darwinismus). In diesen Bchern wird enthllt, dass diese Theorie, die den Anspruch erhebt, wissenschaftlich zu sein, in Wahrheit keinerlei wissenschaftliche Basis hat, dass sie nichts ist als ein hartnckig gegen alle Fakten verteidigtes Szenario, das aus nichts besteht als purem Aberglauben. Es ist notwendig, dass jeder, der die wahre Natur der Evolutionstheorie und die darwinistischen Anschauungen, die die Welt in den vergangenen 150 Jahren systematisch in Rcksichtslosigkeit, Gewalt und Grausamkeit getrieben haben, erkennen will, diese Bcher liest.
Dieses Buch wird die Nichtigkeit der Evolutionstheorie von einer mehr generellen Ebene aus betrachten. Die Behauptungen der Evolutionisten zu bestimmten Themen werden anhand hufig gestellter Fragen untersucht werden, deren Bedeutung mitunter nicht vollstndig verstanden wird. Die Antworten, die in diesem Buch gegeben werden, knnen wissenschaftlich detaillierter in den Bchern Der Evolutionsschwindel und Der wahre Ursprung des Lebens des Autors nachgelesen werden.

FOSSILIEN STÜRZEN DIE EVOLUTIONSTHEORIE

EINFHRUNG


Unten links: Eine Köcherfliege in Bernstein, zwischen 45 und 50 Millionen Jahre alt.Rechts davon: Eine tropische, stachellose Biene in 24 Millionen Jahre altem dominikanischen Bernstein
Ganz oben rechts: In Bernstein eingeschlossene Termiten, 25 Millionen Jahre alt.

Ein Fossil ist ein Überbleibsel einer Pflanze oder eines Tieres, das bis auf den heutigen Tag in der Erdkruste konserviert wurde. Überall auf der Welt gefundene Fossilien sind unsere wichtigste Informationsquelle über Arten, die einst auf der Erde existierten seit das Leben begann.
Skelette von Lebewesen, deren Kontakt mit der Umgebungsluft plötzlich unterbrochen wurde, sind oftmals perfekt erhalten, auf uns überkommen. Durch Forschungen an diesen Fossilen erfahren wir immer mehr detaillierte Informationen über ausgestorbene Pflanzen und Tierarten. Diese Informationen sagen uns auch im wesentlichen, welche Lebewesen in welchem Zeitalter existiert haben.
Für Evolutionisten sind die oftmals Hunderte Millionen Jahre alten Fossilien Hilfsmittel, um ihre eigenen Theorien zu stützen. Evolutionisten schnappen sich irgendein Fossil, stellen willkürlich irgendeine Verbindung zu einer heute lebenden Art her und behaupten dann, das Fossil sei der Vorfahr des heutigen Lebewesens. Unter dieser Voraussetzung konstruieren sie detaillierte, dramatische Szenarien. Wenn das fragliche Fossil ein Fisch ist, behaupten sie auf der Basis von ein paar Knochen, es besitze primitive Merkmale sich entwickelnder neuer Organe und Gliedmassen, resultierend aus dem Prozeß der Entwicklung zu einer „höheren“ Lebensform. Dann schreiben sie Bcher ber diese Kreatur, halten Symposien ab und stellen die Kreatur als die bergangsform oder das „missing Link“ aus, wonach sie so lange gesucht hatten.
Jedenfalls tun sie das solange, bis sie auf ein lebendes Exemplar der angeblich ausgestorbenen Kreatur stoßen.
Wenn aber plötzlich ein Lebewesen gefunden wird, das nachweislich seit Millionen Jahren existiert, so fhrt dies natrlich dazu, daß all die von den Evolutionisten erfundenen Fabeln ber diese Tier mit einem Schlag als das erkennbar werden, was sie sind: Unsinn. Die simple Existenz dieses Tieres zeigt nunmehr, daß ein lebender Organismus, der – den Behauptungen der Darwinisten zufolge – erhebliche evolutive Veränderungen erfahren haben sollte nach all den Millionen Jahren, irgendwie gegen diesen Prozeß immun geblieben ist. Sie zeigt außerdem, daß zu einer Zeit, in der – so die Darwinisten – nur primitive Lebensformen existierten, vollständig entwickelte Lebensformen mit komplexen Eigenschaften und einzigartigen Anatomien gediehen. Die von den Evolutionisten eingebildete „primitive“ Kreatur gibt es schlichtweg nicht.
So wird die behauptete Entwicklung vom einzelligen Organismus zu einer „Übergangsform“ und „primitiven Lebensform“ schnell als Täuschung erkennbar und am Ende finden wir überzeugende Beweise dafür, daß der Prozeß der schrittweisen Entwicklung nichts anderes ist als ein Mythos.
Fossilien dokumentieren eine einzige simple Wahrheit: Leben entstand nicht durch fiktive Prozesse der Evolutionstheorie, sondern wurde in einem einzigen Augenblick erschaffen. Alle heutigen Lebewesen, die mit ihren perfekten Eigenschaften Gottes überlegene Schöpfungskunst manifestieren, besitzen genau dieselben Merkmale, wie ihre Millionen Jahre zuvor existierenden Vorfahren. Sobald man alle evolutionistischen Behauptungen und Spekulationen einmal beiseite läßt, wird die Schöpfung sichtbar, wenn auch in einer von Evolutionisten völlig unerwarteten Weise.
„Lebende Fossilien“ sind der Beweis, daß alle Lebewesen auf der Erde, vergangene und gegenwärtige, aus dem Nichts erschaffen wurden und daß jedes einzelne mit seinen komplexen, überlegenen Eigenschaften ein Wunder Gottes darstellt. Das bedeutet nichts anderes, als daß es den angeblich Millionen Jahre langen Entwicklungsprozess, der von den Evolutionisten behauptet wird, nie gegeben hat; und so verschwinden die imaginären Übergangsformen mit diesem fiktiven Szenarium.